Ich erinnere mich an ein Paar, das mit einer Excel-Tabelle zu unserem ersten Gespräch kam. Farblich codiert, mit Checkboxen. Ich habe kurz geschmunzelt — nicht weil das albern war, sondern weil ich sofort merkte: Die beiden nehmen das ernst. Und das ist gut so. Eine Erneuerungsfeier ist kein kleines Ding. Sie verdient gute Vorbereitung. Nur eben eine andere als bei einer ersten Hochzeit.
Die meisten Checklisten, die man findet, sind für Paare gedacht, die zum ersten Mal heiraten. Beim zweiten Ja-Wort stellen sich andere Fragen. Nicht weniger, aber andere. Was wollt ihr diesmal anders machen? Was soll auf jeden Fall so bleiben wie beim ersten Mal? Und was braucht ihr gar nicht, weil der Rahmen jetzt ein anderer ist?
Sechs bis zwölf Monate vorher
Fangt früh an — nicht weil alles so kompliziert ist, sondern weil die wichtigen Entscheidungen Zeit brauchen, um sich zu setzen. Der Ort: Habt ihr einen im Sinn, der wirklich zu euch passt, oder sucht ihr noch? Die Begleitung: Wollt ihr eine Rednerin, Musik, beides? Und der Rahmen: Kleine Feier im engsten Kreis oder etwas Größeres? Diese Fragen beeinflussen alles andere. Je früher ihr sie klärt, desto ruhiger läuft der Rest.
Drei bis vier Monate vorher
Jetzt werden die Details konkreter. Einladungen — digital oder auf Papier, mit Vorlaufzeit für Gäste, die weiter weg wohnen. Das Gespräch mit der Rednerin oder dem Musiker, damit die Zeremonie sich wirklich nach euch anfühlt. Und die Überlegung, was ihr selbst zur Feier beitragen möchtet: Ein eigener Text? Ein besonderes Ritual? Kinder oder andere Familienmitglieder, die einbezogen werden sollen? Diese Dinge brauchen Absprache und manchmal mehrere Gespräche.
Die letzten Wochen
Vier Wochen vorher: Alles Wichtige ist gebucht, der Ablauf steht grob. Jetzt ist Zeit für die feinen Dinge — die Reihenfolge der Musik, die Sitzordnung, ob ihr euch vor der Zeremonie kurz alleine Zeit nehmen möchtet. Und dann, eine Woche vorher, lasse ich meinen Paaren sagen: Zieht euch aus dem Organisieren zurück. Das meiste ist in guten Händen. Vertraut darauf. Und bereitet euch innerlich vor — auf den Moment, in dem ihr euch anschaut und das Ja-Wort sagt, als würde es das erste Mal sein.
Wenn ihr eure Planung nicht alleine durchgehen möchtet, begleite ich euch gern von Anfang an. Mehr dazu findet ihr auf meiner Seite zur freien Trauung.