Wie man eine umweltfreundliche Hochzeit plant

Ich hatte letztes Jahr ein Brautpaar, dem Nachhaltigkeit nicht als Trend wichtig war, sondern als Lebensweise. Sie fragten mich beim ersten Gespräch: „Wie können wir dafür sorgen, dass unser Hochzeitstag nicht das Gegenteil von allem ist, wofür wir stehen?“ Das fand ich wunderschön formuliert. Und wir haben gemeinsam überlegt, wie eine Hochzeit aussehen kann, die mit Überzeugung geplant ist.

Eine umweltfreundliche Hochzeit ist kein grünes Alibi-Projekt. Sie ist das Ergebnis von konkreten Entscheidungen — die oft gar nicht schwer sind, wenn man weiß, wo man anfangen kann.

Die drei größten Stellschrauben

Anreise, Catering, Blumen — das sind die drei Bereiche, wo Hochzeiten den größten ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Wenn ihr eine Location wählt, die für eure Gäste gut erreichbar ist — idealerweise mit ÖPNV oder in Fahrweite — reduziert das die Emissionen erheblich. Wenn ihr regional und saisonal cateringt, unterstützt ihr lokale Betriebe und spart lange Transportwege. Und bei Blumen: Heimische Wildblumen statt importierter Schnittblumen sind nicht nur ökologischer, sondern oft auch schöner.

Das klingt simpel — und ist es auch. Die schwierigste Aufgabe ist nicht die Umsetzung, sondern das Dranbleiben, wenn andere Meinungen und alte Gewohnheiten dazwischenkommen.

Kleine Entscheidungen, die zählen

Recyclingpapier oder gar keine Papiereinladungen. Mehrweggeschirr statt Einwegplastik. Lebensmittelreste nach der Feier spenden. Geschenke, die keine Ressourcen verbrauchen — Erlebnisse, Geldbeträge für etwas Bedeutsames, gemeinsame Projekte. Das Brautpaar, von dem ich erzählt habe, bat seine Gäste darum, keine physischen Geschenke mitzubringen — stattdessen bat es um Beiträge zu einem Baumpflanzprojekt. Die Resonanz war überwältigend.

Wenn ihr eine Hochzeit plant, die zu euren Werten passt, und eine Rednerin sucht, die das versteht und mitträgt, freue ich mich auf euch. Mehr dazu auf meiner Seite zur freien Trauung.